Neue Firmware: 2016.2.7+ffbin1

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#1

Seit dem 13.10.2017 wurde eine neue Firmware von Freifunk Bingen in zwei Phasen erfolgreich verteilt.

In der ersten Phase wurden die Knoten auf Version 2016.2.7+ffbin1 aktualisiert, was neben kleineren Fehlerbehebungen auf eine wesentliche Änderung vorbereitet hat:

Damit sich Knoten untereinander verbinden, also “Meshen” können, wurde bisher der IBSS-Modus (auch AdHoc genannt) verwendet. Neben dem angebotenen “Freifunk Bingen”-WLAN, wurde ein weiteres, nämlich “02:04:08:16:32:64” angeboten, das zur Kommunikation der Knoten untereinander diente. Da IBSS einige Nachteile hat, wurde ein neuer Standard für WLAN-Mesh entwickelt: 802.11s. Diese Technologie haben wir mit 2016.2.7+ffbin1 eingeführt.

Eine direkte Umstellung von IBSS auf 802.11.s ist jedoch problematisch. Da Knoten nicht gezwungenermaßen eine Kabelverbindung zum Internet oder zu anderen Freifunk-Knoten haben, sondern auch ausschließlich über IBSS (also über das Mesh) mit anderen Knoten verbunden sein können, würden diese Knoten keine Verbindung zum Update-Server herstellen können, wenn der jeweilige Mesh-Partner IBSS nach einem Update nicht mehr anbietet. Deshalb musste zunächst eine Zwischenlösung angeboten werden, die beide Modi parallel unterstützt.
Diesen Parallelbetrieb haben wir mit der ersten Phase durchgeführt.

In der zweiten Phase, die am 17.10.2017 startete, wurde die nächste Version 2016.2.7+ffbin2 veröffentlicht. Diese hat nur den Unterschied, dass der IBSS-Modus ausgeschaltet wurde. Knoten, die nur mit WLAN-Mesh verbunden sind, schalten durch den Parallelbetrieb automatisch auf 802.11s um und können sich dadurch ebenfalls die neue Version herunterladen.

Weitere Informationen:


#2

Hallo, ich habe hier noch die TP link 841 Router im Einsatz.
Das Internet darüber ist unglaublich langsam. Teilweise werden Seiten nur extrem langsam aufgebaut, oder der Ladevorgang abgebrochen.
Hängt das nur an dem Router? Oder lädt/shared darüber jemand Daten, kann ich das irgendwie (per Logfile) prüfen?


#3

Hi,
um welche Knoten geht es - kannst du mir den / die Namen sagen?
Du kannst unter https://map.freifunk-mainz.de mit einem Klick auf deinen Knoten sehen, wie viele Benutzer gerade verbunden sind. Aussagekräftigere Statistken siehst du, wenn du dich mit deinem Freifunk-Knoten verbindest und im Browser die Adresse http://10.37.0.1 eingibst. Dort siehst du aktuelle Verbindungen, Signalqualität und Übertragungsraten.

Langsames Internet kann mehrere Ursachen haben, schlechte Mesh-Verbindungen, Bandbreitenlimitierung, störende WLAN-Signale, etc., um mehr sagen zu können bräuchte ich die Knotennamen.


#4

Hallo Manuel, es geht hier um kemptenOne.

Seit wann gibt es denn IP6 Adressen?

Aktuell sieht das ganze so aus:

Speedcheck ergibt 6Mbit/s im Download und 1Mbit/s im Upload bei 60ms Pingzeit, genau neben dem Router.

Wenn dann 2-3 im Netzwerk hängen wird das anscheinend zu eng.

Die Bandbreite ist jedoch nicht am Internetzugang limitiert.


#5

Hi, danke für die Info.
Die von dir gemessenen Bandbreiten sind tatsächlich übliche Werte. Die Bandbreite schwankt natürlich aufgrund verschiedenster Faktoren (Auslastung Gateway, Auslastung Router, Auslastung deines Anschluss etc), jedoch schafft der von dir verwendete Router nicht viel mehr als 6 Mbit/s. Das ist v.A. dem schwachen Prozessor zu verschulden, der mit der Verschlüsselung des Netzwerkverkehrs ausgelastet ist.

Eine Möglichkeit das Problem zu beheben wäre die Nutzung eines Offloaders, der anstelle der schwachen Router die Verbindung zum Gateway aufbaut. Dadurch haben die Router nicht mehr die Arbeit der Verschlüsselung und du solltest deutlich bessere Werte erzielen können. Diesen würdest du quasi vor KemptenOne hängen und über die MeshOnLan-Funktion miteinander verbinden.

Alternativ kannst du KemptenOne auch durch einen stärken Router, z.B. WDR4300, ersetzen. Das kommt nun darauf an, welche “Mindest-Bandbreite” du dir wünschen würdest.


#6

vielen Dank. Problematisch wird es an Kemptentwo. Dort liegt die Bandbreite bei 1-2 Mbit/s im Download.

Dachte ihr wolltet mal auf ein anderes Protokoll umstellen, das nicht so leistungshungrig ist.

Wie muss ich mir das genau mit dem Offloader vorstellen?
Praktisch ein leistungsfähigeres Modell per LAN vor dem alten KemptenONE?

Müssten die anderen auch per LAN verbunden werden?


#7

Offloader ist quasi nichts anderes als ein kleiner PC mit 2 Netzwerkkarten. Oft wird ein Futro S550 oder sowas genommen. Das teil hat nicht so ein hohen stromverbrauch wie ein normaler PC, bekommt man im schnitt für ca 30-40€ und hat genug Leistung. Also es gibt werte da schafft der bis zu 90Mbit/s wenn der Anschluss der zur Verfügung steht auch so viel schafft. Ich hab hier noch so ein Gerät fertig eingerichtet rum liegen. Wenn Interesse besteht kannst du ihn gerne mal testen und wenn es was bringt abkaufen. Hab glaub für das teil 30€ bezahlt und dann nochmal 10€ für die Netzwerkkarte die zusätzlich rein gebaut werden muss. Aber wie gesagt, kannst ihn dir erstmal zum testen ausleihen.

An den Offloader kommt dann ein normaler Freifunk-Router dran und der Rest bleibt dann wie gehabt über WLAN Mesh miteinander verbunden. Wenn größere strecken überwunden werden müssen kann man das Ergebnis durch ubiquiti Nanostationen zum Beispiel verbessern, das sind quasi WLAN-Richtfunkantennen die je nachdem bei Freier Sicht auch mehrere Kilometer senden können.


#8

Nur zur Info:
Mit der neuen Firmware ist die Internetverbindung hier in Sankt Goar Super.

Gruß Wolfgang